Sozialer Wohnungsbau! Vorab für Flüchtlinge aus Nettetal

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Der Neubau an der Breslauer Straße wurde in einer Rekordzeit umgesetzt, um noch an Fördergelder zu kommen. Ähnliche Projekte könnten bald folgen. FOTO: jobu

3. Oktober 2016 | Nettetal
Sozialer Wohnungsbau als Pilotprojekt

An der Breslauer Straße in Kaldenkirchen errichtete die Baugesellschaft Nettetal ein Haus, in dem zunächst Flüchtlinge untergebracht werden. Langfristig sollen die Wohnungen auf dem sozialgebundenen Markt vermietet werden. Von Joachim Burghardt

Bäume verdecken von Weitem die Fassade, die sich aus der Nähe durchaus ansehnlich präsentiert mit schmucken Backsteinen und Balkonen. Modern und zweckmäßig das Gebäude von innen, die acht kleinen Wohnungen stehen noch leer. Nichts Spektakuläres also, und doch lobte Bürgermeister Christian Wagner (CDU): „Das ist ein Pilotprojekt für die Stadt und den Kreis.“ Am Freitag übernahm die Stadt offiziell als Mieter von der Baugesellschaft Nettetal den Neubau, in dem zunächst Flüchtlinge wohnen werden, der langfristig indes als sozialer Wohnungsbau dienen soll.

„Man kann schon sagen, dass wir hier so zusagen als Vorreiter in Rekordzeit ein Objekt hochgezogen haben“, meinte Susanne Fritzsche. Es war Nettetals Technische Beigeordnete und Vorstandssprecherin der Baugesellschaft, die immer wieder auf den wachsenden Bedarf an sozialem Wohnungsbau, vor allem mit kleinen Wohnungen für Alleinstehende, Alleinerziehende und Geringverdiener auch in Nettetal hingewiesen und auf rasches Handeln gedrängt hatte. Dass dann alles so schnell ging, war vor rund einem Jahr noch nicht abzusehen.

„Neue Förderprogramme zielten darauf ab, Objekte des sozialen Wohnungsbaus zu realisieren – mit der vorläufigen Zweckbindung, dass sie, solange Bedarf besteht, als Flüchtlingsunterkünfte dienen. Und das war genau, was wir wollten“, erklärte Sven Karth, Geschäftsführer der Baugesellschaft. Weiterlesen in der RP-Online


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