Gut integrierten Libanese kämpft gegen Behördenwillkür! Rolle nach rechts?

Mohamad Sari sollte eigentlich zum 1. August in Süchteln eine Ausbildung zum Packmitteltechnologen beginnen. Doch die Ausländerbehörde entzog ihm wenige Tage vorher die Arbeitserlaubnis. FOTO: Knappe

30. September 2017 / Viersens Stadtrat verlangt Akteneinsicht

Die gewählten Volksvertreter machen von ihrem Recht Gebrauch, die Stadtverwaltung zu kontrollieren. Sie wollen Einsicht in Akten nehmen. Anlass ist der Fall eines gut integrierten Libanesen, dem die Stadt die Arbeitserlaubnis entzog

 

Es ist ein außergewöhnlicher Vorgang, der sich in der jüngsten Sitzung des Viersener Stadtrats ereignete: Die Ratsmitglieder wollen die Arbeit der Ausländerbehörde kontrollieren, werden dazu auch Einsicht in Akten nehmen.

In einem gemeinsamen Initiativantrag verliehen Politiker von Der Linken, SPD und Grünen ihrer Sorge Ausdruck, dass die Stadt Viersen einem jungen, gut integrierten Libanesen ohne Not die Arbeitserlaubnis entzogen hat. Statt selbst seine Miete zahlen zu können, ist der 29-jährige Mohamad Sari nun auf Grundsicherung angewiesen.

Saris Asylantrag wurde abgelehnt, er lebt als geduldete Person in Viersen. Die Ausländerbehörde hatte ihm vor Jahren die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit gestattet – eine Ermessensentscheidung. Zum 1. August hatte Sari eine Ausbildungsstelle zum Packmitteltechnologen in einer Süchtelner Firma erhalten, für die er bereits arbeitete. Im Mai stellte er deshalb Antrag auf Ausbildungsduldung. Wenige Tage vor Ausbildungsbeginn aber entzog ihm die Viersener Ausländerbehörde die Arbeitserlaubnis wieder. Grund: Er sei seiner Mitwirkungspflicht nicht nachgekommen, einen Pass vorzulegen oder Passersatzpapiere zu besorgen.  Weiterlesen in der RP-Online


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