„Future Place“ bietet Flüchtlingen Hilfe und Beratung an

 In Grefrath wird dringend Wohnraum benötig. Ein großes Problem ist oft auch die Bürokratie. Von Heiner Deckers

170 Flüchtlinge wohnen derzeit in Grefrather Unterkünften. Hinzu kommen diejenigen, die inzwischen eine eigene Wohnung gefunden haben. Das wünschen sich viele andere auch, oft vergeblich. „Es gibt kaum Wohnraum in Grefrath, schon gar nicht für Singles“, sagt Monika von Söhnen. Sie leitet das „Haus an der Dorenburg“ und ist Mitglied im „Future Place“, einem Netzwerk zur Unterstützung von Flüchtlingen, die in Grefrath leben. Mit dabei sind auch die Arbeiterwohlfahrt (Awo), die Gleichstellungsbeauftragte Barbara Behrendt, die Mobile Jugendarbeit und die ehrenamtliche Organisation „Grefrath hilft“.

Nimet Said (Awo) spricht Arabisch und ist eine wichtige Ansprechpartnerin bei Problemen aller Art. Bürokratische Dinge, schwer zu verstehende amtliche Schreiben, Stellen von Anträgen – all das können Flüchtlinge schwerlich in Eigenregie bewältigen. Said spricht sich strikt gegen eine Auflage aus, die Flüchtlingen den Wohnort vorschreibt: „Das ist menschenverachtend, so eine Art Gefängnis.“ In Mönchengladbach gebe es ausreichend Wohnraum, dorthin dürfen die Flüchtlinge aber nicht ziehen – weil die Behörden ihnen das verbieten. Wer keine eigene Wohnung findet, bleibt in den Sammelunterkünften.

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