Flüchtlingskinder malen: Baby und Totenkopf, Pistole und Herzen

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Pistolen und Herzen: Die Fahne von Maisa. FOTO: Bürgerbüro

3. Dezember 2016 Nettetal
Fahnen zeigen Heimatgefühl von Flüchtlingskindern

Baby und Totenkopf, Pistole und Herzen: Das sind die Bilder, die geflüchtete Kinder mit dem Begriff Heimat verbinden. Was sie bewegt, was sie erlebt haben, haben die Kinder aus verschiedenen Ländern gemalt, gezeichnet und als Fotos aufgeklebt. Entstanden sind dabei beeindruckende Collagen. Diese ungewöhnlichen Kunstwerke sind als riesengroße Fahnen zu sehen. Kulturfahnen heißt das Projekt, das jetzt im Bürgerbüro Breyell vorgestellt wurde, und das künftig als Wanderausstellung gezeigt wird.

„Kinder mit und ohne Fluchterfahrung haben tolle Fahnen erstellt, die von der kulturellen Vielfalt in diesem Stadtteil zeugen“, sagte Fleur Vogel von der Landesarbeitsgemeinschaft Kunst und Medien NRW (LAG) in Dortmund.

Die zwölf großen Fahnen, die vorm Eingang des Bürgerbüros standen, machten Eindruck : Über drei Meter hoch, senkrecht und schmal, wehten sie bunt im Wind. Um sie herum stehen Künstler, Projektleiter und natürlich viele Kinder, die stolz ihre Werke zeigten, wie Maisa und Abdullah, Aliresa und Kinda, Ahmed und Said.

Zufrieden zeigte sich Manuela Nazemi-Bogda vom Bürgerbüro: „Das Projekt war Neuland für alle Beteiligten. Wunderbar, dass es so gut geklappt hat.“ In Kooperation mit der LAG, unterstützt vom Familienministerium NRW, hatte das Bürgerbüro Kinder zu einer Kreativwoche in den Herbstferien eingeladen. Die meisten kamen aus dem Wohnquartier Speckerfeld und waren zwischen acht und dreizehn Jahren alt. Sie setzten künstlerisch Themen wie „Komm, ich zeige dir mein Land“ oder „Alte und neue Heimat“ um. Weiterlesen in der RP-Online


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