Flüchtlinge werden am Wohnungsmarkt betrogen!

Ausländer haben am Wohnungsmarkt schlechtere Chancen als Inländer, und Flüchtlinge haben besonders wenig Aussichten auf Mietwohnungen. (Imago / JOKER)

Das Geschäft der Schwarzmakler

Wie Flüchtlinge am Wohnungsmarkt betrogen werden

Flüchtlinge haben schlechte Chancen auf eine Mietwohnung, selbst wenn das Amt die Miete zahlt. Mancherorts hat sich daher ein Schwarzmarkt entwickelt: Zusammen mit korrupten Mitarbeitern von Wohnungsgesellschaften haben sich einige Migranten darauf spezialisiert, Landsleuten gegen Schmiergeld günstige Wohnungen zuzuschanzen. Von Christian Werner und Tarek Khello

Mitten im Zentrum von Leipzig wartet der Mittelsmann einer kriminellen Bande. Er hofft auf eine Geldübergabe. Der Mann, er ist Syrer, hat eine Wohnung für einen jungen Landsmann besorgt. Unter der Hand – und gegen 550 Euro. Doch er wird von Reportern überrascht und damit konfrontiert, für eine Bande zu arbeiten, die Wohnungen verschiebt. Der Mittelsmann ist überrumpelt und bestätigt die Recherchen.

„Alles ist wahr, ich leugne nichts.“

„Ist das ein großes Geschäft?“

„Das läuft seit anderthalb Jahren.“

Seit mindestens anderthalb Jahren gibt es in Leipzig offenbar einen Schwarzmarkt für Wohnungen. Kriminelle Netzwerke organisieren gegen teils beträchtliche Summen Wohnungen für Flüchtlinge. Und nicht nur in Leipzig; in vielen deutschen Großstädten hat sich ein illegaler Markt für preiswerten Wohnraum etabliert, der von den Sozialämtern bezahlt wird.

Hinweise kommen von den Opfern selbst: Flüchtlinge beklagen sich auf Facebook über sogenannte Schwarzmakler, die gegen hohe Provisionen Mietverträge für Wohnungen vermitteln. In Dortmund koste es 900 Euro, in Hannover 1.000, in Düsseldorf 1.700 Euro. Ein junger Mann, angeblich aus Syrien, stellt ein Video bei YouTube ein. Es soll ein Telefonat mit einem Schwarzmakler in Duisburg zeigen. weiterlesen im deutschlandfunk.de


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