Informationen und Nachrichten aus dem Kreis Viersen

Überregionale Nachrichten und Informationen zum Thema Asyl und Migration aufbereitet für Flüchtlinge und Ehrenamtler aus dem Kreis Viersen.
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Flüchtlinge: So sehen Sie ihr Leben in Deutschland

Carmen (25) hat für ihre Master-Arbeit an der Londoner Hochschule Flüchtlinge aus Nettetal und Erkelenz gebeten, ihre Lage mit einem Symbolfoto zu dokumentieren. RP-Foto: F.H.Busch FOTO: Lienen

29. August 2017
Nettetal
So sehen Flüchtlinge ihr Leben in Deutschland

 

Die Psychologie-Studentin Carmen Lienen aus Lobberich zeigt Fotos, die für ihre Master-Arbeit „Flüchtlingskrise in Bildern“ entstanden sind Von Joachim Burghardt

Das Foto zeigt eine Reise ins Ungewisse. Bevor sich das Bahngleis in der Ferne verliert, teilt es sich. „Damit drückt ein geflüchteter Syrer seine Sorgen aus. Er weiß nicht, wie lange er in Deutschland bleiben kann, er hat keine sichere Perspektive“, erklärt Carmen Lienen. Die Psychologie-Studentin aus Lobberich hat für ihre Master-Arbeit geflüchtete Menschen interviewt und hat sie ihre Hoffnungen und Ängste auf Fotos darstellen lassen. Flüchtlinge: So sehen Sie ihr Leben in Deutschland weiterlesen

So geht es jetzt für Bivsi und ihre Familie weiter

Bivsi wird am Flughafen von Freunden empfangen

Düsseldorf. Seit Mittwochmorgen befindet sich die 15-jährige Schülerin Bivsi Rana mit ihren Eltern wieder in Deutschland. Die Familie hofft, ihr altes Leben schnell wiederaufnehmen zu können. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten, wie es jetzt mit der Familie weitergeht. Von Franziska Hein

Das Medieninteresse ist riesig, Blitzlichtgewitter empfängt die 15-jährige Bivsi Rana, als sie am Mittwochmorgen den Terminal am Düsseldorfer Flughafen verlässt. Als erstes fällt sie ihrem Bruder um den Hals, der die Familie mit nach Duisburg in ihre alte Wohnung nimmt. So geht es jetzt für Bivsi und ihre Familie weiter weiterlesen

Bis zu 30 Millionen pro Jahr für Integration von Flüchtlingen

Flüchtlinge bei einer Uni-Einführungsveranstaltung (Symbolbild).

Düsseldorf. Bildung ist für Flüchtlinge unerlässlich für ein besseres Leben. Die nordrhein-westfälischen Hochschulen engagieren sich stark, um Geflüchteten den Weg in ein Studium zu ebnen.

Wie das NRW-Wissenschaftsministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf mitteilte, stellt das Land seit dem Wintersemester 2016/17 bis zu 30 Millionen Euro jährlich für die Integration von Flüchtlingen an Hochschulen zur Verfügung. Nach Angaben des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) in Bonn haben sich seitdem 30 von 34 antragsberechtigten Hochschulen um Mittel für das Programm „NRWege ins Studium“ beworben. Bis zu 30 Millionen pro Jahr für Integration von Flüchtlingen weiterlesen

Caritas will Sprachbarrieren abbauen

Kevelaer. Das Freiwilligen-Zentrum des Caritasverbandes Geldern-Kevelaer sucht für den Fachdienst „Integration und Migration“ Sprachmittler, die Deutsch und mindestens eine weitere Sprache sprechen und bereit sind, ehrenamtlich zu übersetzen. Mit Hilfe der Sprachmittler können Sprachbarrieren überwunden und Menschen mit Migrationshintergrund unterstützt werden.

Wichtig für die Aufgabe als Sprachmittler sind – neben den reinen Sprachkenntnissen – Zuverlässigkeit und Diskretion. Sprachen, die besonders benötigt werden, sind Russisch, Afghanisch und Französisch.Weiterlesen in der RP-ONLINE

Schneider-Werkstatt für geflüchteten Näherinnen

Das Schneideratelier "Stitch by Stitch" in Frankfurt beschäftigt geflüchtete Frauen. Foto: Bernd Hartung
Integrationsprojekt in Frankfurt
Stich für Stich in die Zukunft

Eine Schneider-Werkstatt mit geflüchteten Näherinnen aufbauen und traditionelle Techniken verschiedener Kulturen mit modernem Design verbinden. Das waren die Ideen von Claudia Frick und Nicole Alvensleben aus Frankfurt/Main. Zusammen mit Frauen aus Syrien, Iran und Afghanistan fertigen sie für lokale Mode-Labels.

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Flüchtlinge als Bäcker| „Woher einer kommt, ist wurscht“

Foto: /Pelzl/Resch-Frisch (3) Syrer Amer Ojo (li.) will bei Resch & Frisch Lehrlingsabschluss machen

Flüchtlinge als Bäcker: Mohnflesserl statt Fladenbrot

Resch & Frisch in Wels bietet Flüchtlingen ein Programm zur Arbeitsintegration – und profitiert davon.

Vier Sekunden: So lange braucht Amer Ojo, um mit ein paar geschickten Handbewegungen ein Mohnflesserl (für die Nicht-Oberösterreicher: ein Mohnstriezerl) zu flechten. Der 26-jährige Syrer steht an einer Tafel in der Resch-&- Frisch-Handwerksbäckerei in Wels. Im Laufe des Tages wird Ojo bis zu 54 verschiedene Gebäcksorten formen. Gelernt hat er das an seinen ersten Arbeitstagen im August.

„Ein Glücksgriff“

Amer Ojo wurde im Zuge eines Deutschkurses in Linz „entdeckt“. Der Syrer hat schon in Damaskus als Bäcker gearbeitet. Flüchtlinge als Bäcker| „Woher einer kommt, ist wurscht“ weiterlesen

Ziel: Studium in Deutschland! Sind alles Terroristen

Leen (Name geändert, M.) aus Syrien hilft den beiden Syrern, Sharif al-Sharif (L.) und Mahmoud Almizel (R.) in einem Aufbaukurs Mathematik im Studienkolleg der Freien Universität in Berlin bei einer Aufgabe Quelle: picture alliance / dpa

Das sind alles Terroristen“, sagt die Oma des neuen Partners

Tausende Flüchtlinge wollen in Deutschland studieren. Wie viel Zeit, Arbeit und Energie sie dafür investieren müssen, zeigt das Beispiel eines jungen Syrers. Er könnte allerdings auch scheitern.

mar A. ist jung, männlich und Muslim. Das reicht, um so manchen Deutschen in Alarmbereitschaft zu versetzen, denkt Omar. Deshalb sucht der junge Syrer das Gespräch. Ziel: Studium in Deutschland! Sind alles Terroristen weiterlesen

Flüchtlinge campieren im Schnee!

Geflüchtete erfrieren in Lagern in Griechenland und müssen schnell verteilt werden

ein heftiger Wintereinbruch in Griechenland mit Minusgraden…unvorstellbar, was in den Camps los ist. Die Stromversorgung und Gasversorgung bricht an einigen Stellen zusammen. Die Lage für die Menschen in den griechischen Lagern ist verheerend.

Geflüchtete müssen endlich schneller verteilt werden Flüchtlinge campieren im Schnee! weiterlesen

Jeder Flüchtling braucht einen Lotsen

Aufruf für die Flüchtlingshilfe im Kreis Viersen!

Der ehemalige McKinsey-Berater und Ex-Lageso-Chef, Sebastian Muschter, warnt vor einem Scheitern der Integrationspolitik. Es sei nicht zu spät für ein Lotsen-System. Quelle: Die Welt

Ex-Lageso-Chef Muschter warnt vor dem Scheitern der Zuwanderungspolitik. Er sieht die Gefahr, viel Geld und Zeit zu verlieren und am Ende nur die zu „integrieren, die sich sowieso integriert hätten“. Jeder Flüchtling braucht einen Lotsen weiterlesen

Flüchtling aus Kempen/Tönisvorst | Alimadad-Abschiebung schlägt weiter Wellen

Kurz vor Weihnachten gab es auf dem Buttermarkt eine Demonstration gegen Massenabschiebungen nach Afghanistan. Dabei ging es auch um den Fall Alimadad N.

Der Kreis Viersen begründet die Rückführung des 20-jährigen Afghanen unter anderem mit zwei rechtskräftigen Strafbefehlen. Es gibt sogar ein weiteres Urteil, das aber keinen Einfluss auf das Abschiebeverfahren hatte.  Kempen/Tönisvorst. Die Abschiebung des 20-jährigen Alimadad N. nach Afghanistan schlägt im Kreis Viersen weiterhin hohe Wellen. Flüchtling aus Kempen/Tönisvorst | Alimadad-Abschiebung schlägt weiter Wellen weiterlesen

Flüchtlingshilfe: Arbeitsbasis der acht Alltagsbegleiter

Kamp-Lintfort: Beruf: Flüchtlingshelfer

FOTO: Christoph Reichwein

Kamp-Lintfort. Acht Alltagsbegleiter unterstützen seit Oktober in einem Pilotprojekt von Sozialamt und Jobcenter Flüchtlinge dabei, sich in Kamp-Lintfort zurechtzufinden. Ihr Fazit fällt positiv aus. Von Anja Katzke

Vertrauen schaffen, das ist die Arbeitsbasis der acht Alltagsbegleiter. „Anders würde unsere Arbeit nicht funktionieren“, sagt Eddy Khajjou. „Wir sind die Brücke zwischen den Kulturen.“ Seit Oktober unterstützen Khajjou und sieben weitere Alltagsbegleiter Flüchtlinge dabei, Flüchtlingshilfe: Arbeitsbasis der acht Alltagsbegleiter weiterlesen

Abschiebezentren in der Nähe von Flughäfen errichten

Thomas de Maizière
Innenminister will „Bundesausreisezentren“ für abgelehnte Asylbewerber

Innenminister de Maizière will abgelehnte Asylbewerber schneller in ihre Heimat zurückschicken. Dafür sollen Zentren des Bundes in der Nähe von Flughäfen errichtet werden.

Angesichts der Terrorgefahr in Deutschland hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière mehr Kompetenzen für den Bund gefordert. In einem Gastbeitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ stellte er mehrere Vorschläge vor: Abschiebezentren in der Nähe von Flughäfen errichten weiterlesen

Flüchtlingen zu Jobs verhelfen – doch die Hürden sind hoch

„Bei uns werden deutsche Tugenden erwartet“
Von Tobias Heimbach, Hohenmölsen

Ein Praktikum, Deutschkurs und eine Perspektive: Ein Landmaschinenhersteller aus Sachsen-Anhalt wollte Flüchtlingen den Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtern. Jetzt erkennt er, wie schwer das wird. Quelle: Die Welt

Mittelständler in Deutschland wollen Flüchtlingen zu Jobs verhelfen – doch die Hürden sind hoch. Wie schwierig die Integration ist, belegen auch aktuelle Zahlen der Bundesagentur für Arbeit.

Funken sprühen in der Fertigungshalle, während Abdoulah Badjie routiniert ein Metallbauteil abschleift. Der 23-Jährige beugt sich über den Schraubstock und prüft seine Arbeit noch einmal genau nach, bevor er noch einmal den Winkelschleifer anwirft und letzte Verbesserungen vornimmt. Flüchtlingen zu Jobs verhelfen – doch die Hürden sind hoch weiterlesen

Mindestlohn Ausnahme für Flüchtlinge und Zuwanderer?

Bundesregierung plant Ausnahmen für Flüchtlinge beim Mindestlohn

© Jens-Ulrich Koch/dpa Für Flüchtlinge, die noch Berufspraxis zur Anerkennung ihres ausländischen Berufsabschlusses brauchen, soll die Mindestlohn-Pflicht nicht gelten.

• Bundesregierung erwägt Ausnahmen für Flüchtlinge und Zuwanderer, die sich nachqualifizieren müssen.

• Die Zeit der Nachqualifizierung sei demnach wie ein Pflichtpraktikum zu werten und „fällt damit nicht unter die Mindestlohnpflicht“.

• Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) ist gegen Sonderregeln für Flüchtlinge.

Für Flüchtlinge und Zuwanderer, die sich für die Anerkennung ihres ausländisches Berufsabschlusses in Deutschland nachqualifizieren, soll in dieser Zeit kein Mindestlohn gelten. Mindestlohn Ausnahme für Flüchtlinge und Zuwanderer? weiterlesen

Bundesausreisezentren für gefährliche abgelehnte Asylbewerber

De Maizière für Abschiebehaft

Ein Gefängnis (Symbolfoto). Foto: Andreas Arnold
Bundesinnenminister De Maizière legt neue Vorschläge zur Abschiebepraxis vor. So sollen abgelehnte Asylbewerber, die als Gefahr für die öffentliche Sicherheit gelten, in Abschiebehaft kommen.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat neue Vorschläge zur Abschiebepraxis vorgelegt. In einem Beitrag für die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» (Dienstag) geht er über die Forderungen hinaus, die er schon in einem Gesetzentwurf vorgelegt hat. Bundesausreisezentren für gefährliche abgelehnte Asylbewerber weiterlesen

Flüchtlinge werden am Wohnungsmarkt betrogen!

Ausländer haben am Wohnungsmarkt schlechtere Chancen als Inländer, und Flüchtlinge haben besonders wenig Aussichten auf Mietwohnungen. (Imago / JOKER)

Das Geschäft der Schwarzmakler

Wie Flüchtlinge am Wohnungsmarkt betrogen werden

Flüchtlinge haben schlechte Chancen auf eine Mietwohnung, selbst wenn das Amt die Miete zahlt. Mancherorts hat sich daher ein Schwarzmarkt entwickelt: Zusammen mit korrupten Mitarbeitern von Wohnungsgesellschaften haben sich einige Migranten darauf spezialisiert, Landsleuten gegen Schmiergeld günstige Wohnungen zuzuschanzen. Von Christian Werner und Tarek Khello

Mitten im Zentrum von Leipzig wartet der Mittelsmann einer kriminellen Bande. Er hofft auf eine Geldübergabe. Der Mann, er ist Syrer, hat eine Wohnung für einen jungen Landsmann besorgt. Unter der Hand – und gegen 550 Euro. Flüchtlinge werden am Wohnungsmarkt betrogen! weiterlesen