Alle Beiträge von Angela Müllers

Geduldeter Libanese: Arbeitslos statt Lehre

Vor der Ausländerbehörde versammelten sich Freunde, Mitglieder der Linken und der Linksjugend, um Mohamad Abou Sari (2.v.r.) zu unterstützen.

Viersen. Fast 40 Minuten dauert Mohamad Fares Abou Saris‘ Termin bei der Ausländerbehörde der Stadt Viersen. Dann kommt der 29-Jährige raus, geht langsam die Stufen vor dem Haupteingang runter, bleibt auf dem Bürgersteig stehen. Er wirkt geschockt. Von Nadine Fischer

„Jetzt habe ich nichts mehr“, sagt der Libanese. „Keine Arbeit, keine Ausbildung.“ Um ihn herum stehen gestern Vormittag ein Dutzend Mitglieder der Partei Die Linke und der Linksjugend. Sie haben sich dort versammelt, um auf seinen Fall aufmerksam zu machen, ihm zu zeigen: Du bist nicht alleine. Geduldeter Libanese: Arbeitslos statt Lehre weiterlesen

So geht es jetzt für Bivsi und ihre Familie weiter

Bivsi wird am Flughafen von Freunden empfangen

Düsseldorf. Seit Mittwochmorgen befindet sich die 15-jährige Schülerin Bivsi Rana mit ihren Eltern wieder in Deutschland. Die Familie hofft, ihr altes Leben schnell wiederaufnehmen zu können. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten, wie es jetzt mit der Familie weitergeht. Von Franziska Hein

Das Medieninteresse ist riesig, Blitzlichtgewitter empfängt die 15-jährige Bivsi Rana, als sie am Mittwochmorgen den Terminal am Düsseldorfer Flughafen verlässt. Als erstes fällt sie ihrem Bruder um den Hals, der die Familie mit nach Duisburg in ihre alte Wohnung nimmt. So geht es jetzt für Bivsi und ihre Familie weiter weiterlesen

Bis zu 30 Millionen pro Jahr für Integration von Flüchtlingen

Flüchtlinge bei einer Uni-Einführungsveranstaltung (Symbolbild).

Düsseldorf. Bildung ist für Flüchtlinge unerlässlich für ein besseres Leben. Die nordrhein-westfälischen Hochschulen engagieren sich stark, um Geflüchteten den Weg in ein Studium zu ebnen.

Wie das NRW-Wissenschaftsministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf mitteilte, stellt das Land seit dem Wintersemester 2016/17 bis zu 30 Millionen Euro jährlich für die Integration von Flüchtlingen an Hochschulen zur Verfügung. Nach Angaben des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) in Bonn haben sich seitdem 30 von 34 antragsberechtigten Hochschulen um Mittel für das Programm „NRWege ins Studium“ beworben. Bis zu 30 Millionen pro Jahr für Integration von Flüchtlingen weiterlesen

Caritas will Sprachbarrieren abbauen

Kevelaer. Das Freiwilligen-Zentrum des Caritasverbandes Geldern-Kevelaer sucht für den Fachdienst „Integration und Migration“ Sprachmittler, die Deutsch und mindestens eine weitere Sprache sprechen und bereit sind, ehrenamtlich zu übersetzen. Mit Hilfe der Sprachmittler können Sprachbarrieren überwunden und Menschen mit Migrationshintergrund unterstützt werden.

Wichtig für die Aufgabe als Sprachmittler sind – neben den reinen Sprachkenntnissen – Zuverlässigkeit und Diskretion. Sprachen, die besonders benötigt werden, sind Russisch, Afghanisch und Französisch.Weiterlesen in der RP-ONLINE

Human Plus schickt Babymilch nach Aleppo

Bei der Ausgabe in Syrien haben Kinder und Frauen Vorrang.

Nettetal. Ein weiterer Lkw der Hilfsorganisation Human Plus hat sich mit 22 Tonnen Hilfsgütern beladen auf den Weg in die Region Aleppo im Norden Syriens gemacht. Erst im Mai hatten die Nettetaler 38 Tonnen Lebensmittel in die Krisenregion im Mittleren Osten geschickt. Diesmal befinden sich in dem Laster Nahrungsmittel und Babymilch. „Die Hilfsgüter sind für die vielen Menschen, die aus Aleppo geflüchtet sind und von der Hand in den Mund leben“, sagt Vorsitzender Anestis Ioannidis. „Die Not ist nach wie vor groß, unsere Hilfe wichtiger denn je.“ Human Plus schickt Babymilch nach Aleppo weiterlesen

Spatenstich für außergewöhnliches Haus

Beim Spatenstich (von links): Gerhard Kracht (Kamü Projektbau GmbH), Bürgermeister Frank Gellen, Geschäftsführerin Christa Bruns, Aufsichtsratsvorsitzender Erich Lehnen, Michael Streit (Particeps Betreutes Wohnen GmbH), Kämmerer Oliver Mankowski, Bauverwaltungsleiter Dieter Dresen und Rainer Grimnitz von der Sparkasse Krefeld. Die echten Bauarbeiten sollen am 1. August beginnen.

Brüggen. Für rund 3,3 Millionen Euro entsteht zwischen Tulpenweg und dem Mevissenfeld ein zweistöckiges Gebäude. Zunächst werden Flüchtlinge darin untergebracht, später soll betreutes Wohnen für Senioren angeboten werden Von Birgit Sroka

In wenigen Tagen rollen die Bagger an, der symbolische Spatenstich für den Anbau des Altenheims Brüggen-Bracht erfolgte bereits gestern. Am 1. August starten die Bauarbeiten für ein Mehrfamilienhaus mit 18 Wohneinheiten auf einem 1400-Quadratmeter-Grundstück zwischen Tulpenweg und Mevissenfeld. Zehn Monate soll der Bau des zweigeschossigen Hauses mit Staffelgeschoss in Anspruch nehmen. Den Bau übernehmen die Particeps-Unternehmensgruppe und die Kamü Projektbau GmbH. Fünf Jahre läuft der Mietvertrag mit der Burggemeinde – mit der Möglichkeit, ihn um weitere Jahre zu verlängern. 3,3 Millionen Euro investiert die Altenheim Brüggen-Bracht GmbH in das Projekt.

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Junge Flüchtlinge suchen ihre Chance

Annette Baar und Michael Verheyen (3. und 4. v.l.) von „Via Nobis“ bemühen sich gemeinsam mit Andreas Müller und Schulleiter Lothar Josten (r.) um Praktikumsplätze für die jungen Flüchtlinge.

Gemeinde Grefrath. Die 25 Bewohner des Antoniushauses sind auf der Suche nach Praktikumsplätzen. Drei sind bereits versorgt, für andere gibt es Zusagen. Die Jugendhilfe „Via Nobis“ und die Liebfrauenschule appellieren an die hiesige Wirtschaft.

Von Heiner Deckers

25 jugendliche unbegleitete Flüchtlinge sind zurzeit im Antoniushaus auf dem Gelände der Schwestern Unserer Lieben Frau in Mülhausen untergebracht. Betreut werden sie von der Jugendhilfe „Via Nobis“. Sie besuchen die Förderklassen der Liebfrauenschule, am Ende des kommende Schuljahres werden die ersten ihren Hauptschulabschluss in der Tasche haben. Je nach Qualifikation muss das nicht das Ende der schulischen Karriere sein. Aktuell sucht „Via Nobis“ Praktikumsplätze für die jungen Menschen, die aus Krisengebieten kommen und in ihrem Leben schon eine Menge mitgemacht haben.

Andreas Müller, der sich in der Lie Junge Flüchtlinge suchen ihre Chance weiterlesen

Zweiter Platz für Flüchtlingshelferin

Siegerin wurde Antonia Simon (M.) aus Willich, gefolgt von der Viersenerin Hannah Minten (re.) und der drittplatzierten Sophie Tillmanns.

Viersen. Bei der Preisverleihung des „Young Women in Public Affairs Award“ stand die 17-jährige Viersenerin Hannah Minten mit auf dem Siegertreppchen Von Bianca Treffer

Die Bronzeplastik zum „Young Women in Public Affairs Award“ des Zonta-Clubs Viersen trägt schon drei Namen von Schülerinnen des Willicher St.-Bernhard-Gymnasiums. Jetzt ist ein weiterer Name hinzugekommen: Antonia Simon. Aber nicht nur die 17-Jährige, die gerade ihr Abitur gemacht hat, ließ Schulleiterin Margret Peters strahlen. Q1-Schülerin Sophie Tillmanns hatte sich in dem traditionellen Wettbewerb einen dritten Platz gesichert, während Hannah Minten vom Viersener Erasmus-von-Rotterdam-Gymnasium sich bei der Preisverleihung im Forum des St.-Bernhard-Gymnasiums über den zweiten Platz freute. Zweiter Platz für Flüchtlingshelferin weiterlesen

Autorin sammelt verstörende und fröhliche Bilder von Flüchtlingen

Nicole Schröder zeigt Zeichnungen, die geflüchtete Kinder angefertigt haben. Sie werden jetzt in einem Buch veröffentlicht.

Nettetal. Nicole Schröder aus Leutherheide hat an einer Grundschule in Essen Flüchtlingskinder malen lassen. 200 Zeichnungen erscheinen als Buch Von Joachim Burghardt

So kennt man sie sonst gar nicht, die stets so fröhliche und quirlige Künstlerin: „Das war sehr bewegend, ging mir richtig zu Herzen“, erzählt Nicole Schröder. Bekannt ist sie als Kinderlieder-Autorin unter dem Namen Lilli Morgenstern. Jetzt erzählt sie leise von ihrem aktuellen Projekt. In der Essener Maria-Kunigunda-Grundschule arbeitete sie mit geflüchteten Kindern und ließ diese Bilder von ihrer früheren und ihrer neuen Heimat malen. Die Arbeiten werden nun in einer Ausstellung und in einem Buch veröffentlicht. Autorin sammelt verstörende und fröhliche Bilder von Flüchtlingen weiterlesen

Flüchtlingshilfe für Arbeitsmarktintegration

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Tönisvorst. Die Flüchtlingshilfe Tönisvorst engagiert sich in unterschiedlichen Themenbereichen für die Integration geflüchteter Menschen, wie zum Beispiel Deutschunterricht, Familienbetreuung, Fahrradwerkstatt und Flüchtlingsberatung usw. Im Rahmen eines neuen Projektes hat die Flüchtlingshilfe nun in enger Zusammenarbeit mit dem SKM Kempen-Viersen eine Koordinatorenstelle für den Bereich Arbeitsmarktintegration für geflüchtete Menschen geschaffen. Gerade kulturelle Unterschiede sind oft der Grund, warum Arbeitsverhältnisse nur schwer zu Stande kommen. Flüchtlingshilfe für Arbeitsmarktintegration weiterlesen